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RECS-Zertifikate
31Aug

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom

Etikettenschwindel auch bei der Infra Fürth GmbH

Grün sollte der Strom sein, der aus der Steckdose kommt. Wobei natürlich nicht direkt grüner Strom aus der Steckdose kommt. Man kann sich das Stromnetz wie einen See vorstellen. Da wird schmutziges Wasser eingeleitet und sauberes. Jeder Kunde der Ökostrom herstellt, oder bezieht, sorgt so nun dafür das der See sauberer wird. Das ist aber gar nicht so einfach. In Fürth erkennt man es am Beispiel der Infra Fürth GmbH. Sie verspricht nur Ökostrom zu liefern. Von Wasserkraftwerken ist die Rede. Also kann ich mich entspannt zurück lehnen.

Leider nicht, denn wie viele andere auch, setzt die Infra sogenannte RECS-Zertifikate ein. Die Trägerorganisation in Deutschland wurde von E.ON, Vattenfall und RWE gegründet – alte Bekannte also die mit sauberen Strom recht wenig zu tun haben. Mit Hilfe der Zertifikate kann ich Atomstrom kaufen und ein Zertifikat für den grünen Anstrich.

Wir haben jetzt umetikettierten Atomstrom, denn für einen sauberen See sorgt dies nun leider nicht. Denn das Zertifikat sagt lediglich aus, dass irgendwo in Europa Ökostrom erzeugt wurde. Hierzu ein kleines Rechenbeispiel: 7 Ct kostet ein kw/Std. Atomstrom so ca. das Zertifikat gibt es 0,05 Cent. 0,05 Cent um das Gewissen der ahnungslosen Kunden zu beruhigen. Den Ökostrom ist keine geschützte Marke.

Als Verbraucher kann ich mich aber auf der Seite Atomausstieg-selber-machen.de informieren. Die hier aufgelisteten Energieanbieter, verzichten aus die Zertifikate, und sie haben keine Verflechtung zu Atomkonzerne.

Ökostromanbieter-Check
Die vier vom Aktionsbündnis “Atomausstieg selber machen” benannten Ökostromanbieter Elektrizitätswerke Schönau (EWS), Greenpeace energy, Lichtblick und Naturstrom erfüllen die folgenden Kriterien:
1. Es besteht keine eigentumsrechtliche Verflechtung mit einem Stromanbieter, der Atom- oder Kohlekraftwerke betreibt oder mit Strom aus diesen Quellen handelt.
2. Ausschließlich “grüner Strom” wird geliefert: Der Strom des Anbieters, wie er in der Stromkennzeichnung anzugeben ist, muss mindestens zur Hälfte aus erneuerbaren Energien stammen. Der Rest kann aus gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen kommen.
3. Alle StromkundInnen in Deutschland müssen zu diesem Anbieter wechseln können.

Quelle: oekom verlag

Teuer ist das ganze auch nicht! 1080 kw/h hatte ich im letzten Jahr als Verbrauch. Bei der Infra Fürth Gmbh habe ich hierfür 306 Euro bezahlt, ohne zu wissen, welcher Strom nun wirklich eingekauft wurde. Jetzt bei einem echtem Ökostromanbieter werde ich für die gleiche Menge 311 Euro im Jahr zahlen. 5 Euro mehr im Jahr, also zwei Weizn im Biergarten dieses Jahr weniger. Für die Umwelt – gegen Atomstrom.

  • Meine Forderung geht daher ganz klar an die Infra Fürth GmbH lasst den Etiketten-Schwindel mit RESC-Zertifikaten!
  • Kauft einfach 100 % erneuerbare Energie ein

Durch die aktuell gegebene Situation bleibt mir persönlich nur der Wechsel zu einen anderen Anbieter aus dem Aktionsbündnisses atomausstieg-selber-machen.de. Ich möchte mit meinen Geld nicht die Atomenergie fördern. Mein Geld bekommt ihr nicht!

Links
http://www.atomausstieg-selber-machen.de
Energiepolitik: Zertifikate sind geduldig
Kritik an RECS auf Wikipedia

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