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Müll
28Aug

Uranabbau und seine Folgen

Am Mittwoch habe ich mir ja den Film “Uranium – Is It A Country?” angeschaut, und mir fehlen immer noch teilweise die Worte. Auch ist die Thematik nicht so einfach zu umschreiben, deswegen habe ich auch einige Zeit noch mit zusätzlichen Recherchen im Internet verbracht. Kurz um es wird in Deutschland sehr viel über die Problematik “unseres” Atommüll gesprochen. Ein riesen Problem.

Schema radioaktiver Abfaelle

Schema radioaktiver Abfaelle

Allerdings das war mir nicht bewusst, 80 % des Mülls entsteht schon beim Uranabbau! In sogenannten Tailings. 80 % des radioaktiven Mülls. Müll den wir nun gar nicht erstmal sehen. Das wird den Atomlobbyisten auch ganz recht sein. Wir schauen uns den Atommüll aber mal an, denn man kann ihn sehen, aus der Luft. Das ist wohl noch die traurigste Tatsache!

Wir können uns den Müll aber gemeinsam mal anschauen. Ja man kann ihn sehen, aus der Luft! Was die Sache noch tragischster macht.

Bei Google-Maps betrachten

Auf dem Bild erkennt man den Olympic Dam in Australien, was derzeit das größte Uranabbaugebiet der Welt ist. Neben den Minen sieht man die Tailings mit den verseuchten Wasser. 80 % der radioaktiven Materials ist in den Tailings noch entalten, nur 20 % wird genutzt. Pro 1 Tonne produziertes Uran entsteht 1000 t radioaktiver Abraum! Tailings enthalten nur schwach radioaktive Nuklide, aber eine Freisetzung großer Tailings kann weite Teile der Umwelt kontaminieren. Weiter unten wird auf die Gefahren eingegangen.

Es gibt quasi keine Kontrolle des Olympic Dam. Seit 1982 (Roxby Down Act) ist die Mine von verschiedenen gesetzlichen Auflagen befreit u.a ist die lokale Verwaltung Roxby Down + Mine mit besonderen Rechten ausgestattet, sowie von verschieden Umweltgesetzen befreit. Die Stadt Roxby wurde für die Bergarbeiter gegründet. Den Bürgermeister wird von der Abbaugesellschaft gestellt. Das Gemeindehaus, sowie der gesamte Gemeindehaushalt wird von der Abbaugesellschaft bezahlt!

Die Mine hat einen enormen Wasserbedarf der aus dem großen Artesischen Becken gedeckt wird (die Mine liegt in trockenen Gebiet mit nur 200mm Niederschlag pro Jahr). Für dieses Wasser brauch die Abbaugesellschaft nichts zahlen!

Gefahren durch Tailings:
Gefahren bestehen hier hauptsächlich durch nicht korrektes versiegeln des Untergrundes, dadurch kann radioaktives Wasser ins Grundwasser gelangen. Weiterhin bestehen Gefahren durch Radioaktivität in der Luft und durch radioaktiven Staub, teilweise sind Tailings nicht einmal abgedeckt!

Pro Verbrauchte Tonne Uran in Deutschland entstehen 1.000 Tonnen Tailings in dennen 80% der Radioaktivität stecken!

Forderungen:

  • Es muss am Atomausstieg festgehalten werden, dieser sogar nach Möglichkeit beschleunigt werden!
  • Es darf nicht zu lasten der Umwelt an Sicherheit gespart werden um Atomstrom billig zu machen, das gilt auch für den Rohstoff Uran.
  • Alle Kosten für die Entsorgung und Lagerung des gefährlichen Mülls sollten voll auf die Betreiber umgelegt werden! Atomstrom ist nicht billig! Die Gemeinschaft muss ihn mit Steuergelder subventionieren. Das muss aufhören!

Links:
Hintergrundinformationen zu Uranium -Is It A Country

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