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03Sep

Subventionen für die Atomindustrie von 164 Milliarden Euro

Die Atomindustrie in Deutschland hat Förderungen und Vorteile von  164 Milliarden Euro erhalten. Diese Summe hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft errechnet. 64,8 Milliarden Euro waren dabei Steuervergünstigungen, gefolgt von 60 Milliarden direkte Zahlungen. Hinzu kommen noch weitere Milliarden für die Sanierung der Asse.  Weitere 92 Milliarden kommen in den nächsten Jahren noch hinzu – die sind in der Summe von 164 Milliarden noch gar nicht eingerechnet!

Das sind alles Steuergelder. Die Gewinner sind hier nur die Energiekonzerne. Es kann nicht sein, dass das Geld der Bürger auf den Bankkonten der Energiekonzerne landet.

  • Diese Förderungen müssen sofort gestoppt werden
  • Auf Brennelemente sollte sogar eine Steuer erhoben werden
  • Die Energiekonzerne müssen voll in die Verantwortung auch für die Folgekosten genommen werden

Links:
Die Lüge vom billigen Atomstrom (Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen)
Pressebericht von Greenpeace zur Studie

31Aug

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom

Etikettenschwindel auch bei der Infra Fürth GmbH

Grün sollte der Strom sein, der aus der Steckdose kommt. Wobei natürlich nicht direkt grüner Strom aus der Steckdose kommt. Man kann sich das Stromnetz wie einen See vorstellen. Da wird schmutziges Wasser eingeleitet und sauberes. Jeder Kunde der Ökostrom herstellt, oder bezieht, sorgt so nun dafür das der See sauberer wird. Das ist aber gar nicht so einfach. In Fürth erkennt man es am Beispiel der Infra Fürth GmbH. Sie verspricht nur Ökostrom zu liefern. Von Wasserkraftwerken ist die Rede. Also kann ich mich entspannt zurück lehnen.

Leider nicht, denn wie viele andere auch, setzt die Infra sogenannte RECS-Zertifikate ein. Die Trägerorganisation in Deutschland wurde von E.ON, Vattenfall und RWE gegründet – alte Bekannte also die mit sauberen Strom recht wenig zu tun haben. Mit Hilfe der Zertifikate kann ich Atomstrom kaufen und ein Zertifikat für den grünen Anstrich.

Wir haben jetzt umetikettierten Atomstrom, denn für einen sauberen See sorgt dies nun leider nicht. Denn das Zertifikat sagt lediglich aus, dass irgendwo in Europa Ökostrom erzeugt wurde. Hierzu ein kleines Rechenbeispiel: 7 Ct kostet ein kw/Std. Atomstrom so ca. das Zertifikat gibt es 0,05 Cent. 0,05 Cent um das Gewissen der ahnungslosen Kunden zu beruhigen. Den Ökostrom ist keine geschützte Marke.

Als Verbraucher kann ich mich aber auf der Seite Atomausstieg-selber-machen.de informieren. Die hier aufgelisteten Energieanbieter, verzichten aus die Zertifikate, und sie haben keine Verflechtung zu Atomkonzerne.

Ökostromanbieter-Check
Die vier vom Aktionsbündnis “Atomausstieg selber machen” benannten Ökostromanbieter Elektrizitätswerke Schönau (EWS), Greenpeace energy, Lichtblick und Naturstrom erfüllen die folgenden Kriterien:
1. Es besteht keine eigentumsrechtliche Verflechtung mit einem Stromanbieter, der Atom- oder Kohlekraftwerke betreibt oder mit Strom aus diesen Quellen handelt.
2. Ausschließlich “grüner Strom” wird geliefert: Der Strom des Anbieters, wie er in der Stromkennzeichnung anzugeben ist, muss mindestens zur Hälfte aus erneuerbaren Energien stammen. Der Rest kann aus gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen kommen.
3. Alle StromkundInnen in Deutschland müssen zu diesem Anbieter wechseln können.

Quelle: oekom verlag

Teuer ist das ganze auch nicht! 1080 kw/h hatte ich im letzten Jahr als Verbrauch. Bei der Infra Fürth Gmbh habe ich hierfür 306 Euro bezahlt, ohne zu wissen, welcher Strom nun wirklich eingekauft wurde. Jetzt bei einem echtem Ökostromanbieter werde ich für die gleiche Menge 311 Euro im Jahr zahlen. 5 Euro mehr im Jahr, also zwei Weizn im Biergarten dieses Jahr weniger. Für die Umwelt – gegen Atomstrom.

  • Meine Forderung geht daher ganz klar an die Infra Fürth GmbH lasst den Etiketten-Schwindel mit RESC-Zertifikaten!
  • Kauft einfach 100 % erneuerbare Energie ein

Durch die aktuell gegebene Situation bleibt mir persönlich nur der Wechsel zu einen anderen Anbieter aus dem Aktionsbündnisses atomausstieg-selber-machen.de. Ich möchte mit meinen Geld nicht die Atomenergie fördern. Mein Geld bekommt ihr nicht!

Links
http://www.atomausstieg-selber-machen.de
Energiepolitik: Zertifikate sind geduldig
Kritik an RECS auf Wikipedia

28Aug

Uranabbau und seine Folgen

Am Mittwoch habe ich mir ja den Film “Uranium – Is It A Country?” angeschaut, und mir fehlen immer noch teilweise die Worte. Auch ist die Thematik nicht so einfach zu umschreiben, deswegen habe ich auch einige Zeit noch mit zusätzlichen Recherchen im Internet verbracht. Kurz um es wird in Deutschland sehr viel über die Problematik “unseres” Atommüll gesprochen. Ein riesen Problem.

Schema radioaktiver Abfaelle

Schema radioaktiver Abfaelle

Allerdings das war mir nicht bewusst, 80 % des Mülls entsteht schon beim Uranabbau! In sogenannten Tailings. 80 % des radioaktiven Mülls. Müll den wir nun gar nicht erstmal sehen. Das wird den Atomlobbyisten auch ganz recht sein. Wir schauen uns den Atommüll aber mal an, denn man kann ihn sehen, aus der Luft. Das ist wohl noch die traurigste Tatsache!

Wir können uns den Müll aber gemeinsam mal anschauen. Ja man kann ihn sehen, aus der Luft! Was die Sache noch tragischster macht.

Bei Google-Maps betrachten

Auf dem Bild erkennt man den Olympic Dam in Australien, was derzeit das größte Uranabbaugebiet der Welt ist. Neben den Minen sieht man die Tailings mit den verseuchten Wasser. 80 % der radioaktiven Materials ist in den Tailings noch entalten, nur 20 % wird genutzt. Pro 1 Tonne produziertes Uran entsteht 1000 t radioaktiver Abraum! Tailings enthalten nur schwach radioaktive Nuklide, aber eine Freisetzung großer Tailings kann weite Teile der Umwelt kontaminieren. Weiter unten wird auf die Gefahren eingegangen.

Es gibt quasi keine Kontrolle des Olympic Dam. Seit 1982 (Roxby Down Act) ist die Mine von verschiedenen gesetzlichen Auflagen befreit u.a ist die lokale Verwaltung Roxby Down + Mine mit besonderen Rechten ausgestattet, sowie von verschieden Umweltgesetzen befreit. Die Stadt Roxby wurde für die Bergarbeiter gegründet. Den Bürgermeister wird von der Abbaugesellschaft gestellt. Das Gemeindehaus, sowie der gesamte Gemeindehaushalt wird von der Abbaugesellschaft bezahlt!

Die Mine hat einen enormen Wasserbedarf der aus dem großen Artesischen Becken gedeckt wird (die Mine liegt in trockenen Gebiet mit nur 200mm Niederschlag pro Jahr). Für dieses Wasser brauch die Abbaugesellschaft nichts zahlen!

Gefahren durch Tailings:
Gefahren bestehen hier hauptsächlich durch nicht korrektes versiegeln des Untergrundes, dadurch kann radioaktives Wasser ins Grundwasser gelangen. Weiterhin bestehen Gefahren durch Radioaktivität in der Luft und durch radioaktiven Staub, teilweise sind Tailings nicht einmal abgedeckt!

Pro Verbrauchte Tonne Uran in Deutschland entstehen 1.000 Tonnen Tailings in dennen 80% der Radioaktivität stecken!

Forderungen:

  • Es muss am Atomausstieg festgehalten werden, dieser sogar nach Möglichkeit beschleunigt werden!
  • Es darf nicht zu lasten der Umwelt an Sicherheit gespart werden um Atomstrom billig zu machen, das gilt auch für den Rohstoff Uran.
  • Alle Kosten für die Entsorgung und Lagerung des gefährlichen Mülls sollten voll auf die Betreiber umgelegt werden! Atomstrom ist nicht billig! Die Gemeinschaft muss ihn mit Steuergelder subventionieren. Das muss aufhören!

Links:
Hintergrundinformationen zu Uranium -Is It A Country

22Aug

Atomkraftwerke vernichten!

In der Fürth konnten heute Passanten Atomkraftwerke vernichten. Die Grüne Jugend Fürth wollte mit dieser Aktion auf die Atomstrom-Problematik aufmerksam machen – mit Erfolg. Schnell wurden viel Neugierige angelockt.

So süß und ungefährlich wie die Nachbauten der Grünen Jugend, sind ihe Vorbilder leider nicht: Damit es in Deutschland beim Atomausstieg bleibt, und es keine Laufzeitverlängerung gibt, dafür kann jeder etwas tun, nämlich am 27. September grün wählen.

Wer schon jetzt den Atomausstieg für sich zu Hause durchführen will, kann dies auf der Internseite http://www.atomausstieg-selber-machen.de erledigen. Außerdem echter Ökostrom ist nicht teuer. Direkt auf der Seite findet ihr 4 unabhängige Ökostromanbieter.

Wer sich gern über uns (Bündnis 90 / Die Grünen) und über unser Wahlprogramm in Fürth informieren möchte,  kann dies bei einem Besuch von unserem Infostand machen.

Wir sind bis zur Bundestagswahl jeden Samstag in der Füßgängerzone in Fürth (gegenüber von Müller) zu finden.  Immer zwischen 10.30 Uhr  und 15.00 Uhr.

Wir freuen uns auf euren Besuch!

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